Krankengeldzahlung Einstellung und anschließend Arbeitslosengeld

Mitarbeiter ist länger als 78 Wochen (1,5 Jahre) mit Krankengeldbezug

Von Aussteuerung spricht man, wenn bei längerer Krankheit die Krankenkasse wegen Erreichens der Höchstbezugsdauer kein Krankengeld mehr zahlt.

Wenn der Mitarbeiter wegen andauernder Arbeitsunfähigkeit im Anschluss an das Krankengeld Arbeitslosengeld laut § 125 Abs. 1 SGB III bezieht, muss er sv-rechtlich mit Grund 30 zum letzten Tag der Krankengeldzahlung abgemeldet werden. Arbeitsrechtlich gilt das Arbeitsverhältnis nicht als beendet.

 

Wie erfassen Sie nun den Mitarbeiter in Quick-Lohn?

Arbeiten Sie mit Kalendererfassung verwenden Sie weiterhin den Kalenderbuchstaben "k" für Krankengeld.

In der Fehlzeitenverwaltung tragen Sie das Ende der Fehlzeit 4.1 (Krankengeld) ein.

Anschließend erfassen Sie eine weitere Fehlzeit mit 7.6 an. Diese tragen Sie von Hand ein.

 

Beispiel:

Der Krankengeldbezug endet am 25.4.2020, der Mitarbeiter erhält ab dem 26.4. Arbeitslosengeld wegen Arbeitsunfähigkeit.

Ablauf in Kurzfassung ohne Kündigung:

Bis einschließlich April wird der komplette Monat mit Krankengeld abgerechnet.

Im April wird als Ende der Fehlzeit 4.1: 25.04.2020 erfasst.

Im April wird als 2. Fehlzeit 7.6: 26.04.2020 abgerechnet.

Wird die Beschäftigung wieder aufgenommen, erfassen Sie als Ende der Fehlzeit 7.6 den Tag vor dem Arbeitsantritt. Das Programm erzeugt eine Anmeldung zur SV mit Grund 10.

Wenn der Mitarbeiter nicht wieder arbeitet und ausscheiden soll, erfassen Sie Austrittsdatum und Ende der Fehlzeit 7.6 mit dem gleichen Datum. Arbeitsrechtlich muss das Arbeitsverhältnis dann mit Kündigung oder Aufhebungsvertrag beendet werden.

 

Was passiert nun weiter?

Meistens wird der Arbeitnehmer einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Wenn Sie den Bescheid erhalten, dass der Mitarbeiter nun berentet wird, melden Sie ihn mit Ende der Beschäftigung ab.

Beachten Sie die Märzklausel, sollten noch Einmalzahlungen geleistet werden.