Pflegeversicherung / Zuschlag für Kinderlose

Einige Hinweise vorweg

Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt im Jahr 2020 3,05 % des zur Krankenversicherung pflichtigen Bruttos.

Arbeitnehmer ohne Kinder zahlen einen Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25%

Ausgenommen von dem Zuschlag für Kinderlose sind u.a. Mitglieder die vor dem 1.1.1940 geboren sind oder das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Als Nachweise bei leiblichen Eltern, Adoptiv- und Stiefeltern kommen u.a. in Betracht:

oELStAM-Merkmale

oGeburtsurkunde

oAdoptionsurkunde

ohmtoggle_plus1        Details

Sofern Zweifel bestehen, ob eine Elterneigenschaft im Sinne der Regelungen zum Beitragszuschlag für Kinderlose gegeben bzw. ob der Nachweis der Elterneigenschaft geeignet ist, insbesondere bei Eltern von Adoptiv- und Stiefkindern, entscheidet hierüber die Krankenkasse oder die Pflegekasse (abhängig von der Zuständigkeit für Entscheidungen zur Beitragspflicht in der Pflegeversicherung) auf Verlangen.

Bei Pflegeeltern, die Kinder in auf Dauer angelegter Vollzeitpflege betreuen,  wird ebenfalls u.U. kein Zuschlag für Kinderlose fällig.

Erfolgt der Nachweis innerhalb von drei Monaten nach der Geburt eines Kindes, entfällt der Beitragszuschlag für Kinderlose mit Beginn des Monats der Geburt des Kindes. anderenfalls ab Beginn des Monats, der dem Monat folgt, in dem der Nachweis erbracht wird.

Der Nachweis über die Elterneigenschaft ist vom Arbeitgeber mit den übrigen Entgeltunterlagen aufzubewahren. Ein Vermerk "Als Nachweis hat vorgelegen…" ist nicht ausreichend.

achtungBei Adoptiveltern und Stiefeltern ist zusätzlich Voraussetzung, dass der Familienband (gemeinsamer Haushalt) zu einem Zeitpunkt begonnen hat, zu dem für das Kind altersmäßig eine Familienversicherung in der sozialen Pflegeversicherung möglich war.

Liegt die Elterneigenschaft einmal vor, bleibt sie lebenslänglich wirksam. Daher kann ein Kind auch bei mehr als zwei Personen eine Elterneigenschaft begründen. Der Beitragszuschlag für Kinderlose entfällt dann für die leiblichen Eltern und die z.B. Stief- oder Adoptiveltern.

Besonderheiten in Sachsen

In Sachsen trägt der Arbeitnehmer 1,675% und der Arbeitgeber 0,675% des Beitrags zur Pflegeversicherung. Dafür ist dort der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag.

In Quick-Lohn wird dafür die letzte Stelle des Beitragsgruppenschlüssels im Bereich LohnabrechnungStammdatenverwaltungMitarbeiterdaten Teil 1 verwendet (siehe auch F1-Hilfe dort): Eine 3 bedeutet voller Beitrag PV Sachsen, eine 4 halber PV-Beitrag Sachsen. 3 und 4 sind interne Schlüsselungen in Quick-Lohn. Bei Meldungen an die Sozialversicherung wird 1 bzw. 2 ausgewiesen.

So handhaben Sie das Thema in Quick-Lohn

Im Programm erfolgt die Steuerung im Bereich LohnabrechnungStammdatenverwaltungMitarbeiterdaten Teil 1 und dort im Feld Elterneigenschaft (0/1). Hat der Mitarbeiter Kinder, tragen Sie den Wert "1 " ein, bei Kinderlosen tragen Sie unabhängig vom Alter den Wert "0" ein.

Quick-Lohn berücksichtigt die Altersgrenzen bei der Ermittlung des Zuschlags automatisch.

Sollte der Kinderfreibetrag auf ein Stiefelternteil übertragen sein und dieser Kinderlos sein zeigt das Programm einen Fehler an. In diesem Fall benötigen Sie ein besonderes Kennzeichen in den Besonderheiten des Mitarbeiters. Mögliche Kennzeichen rufen Sie mit F1 aus dem Feld Besonderheiten auf.