Urlaubsabgeltung Maler

Ein Hinweis vorweg

Eine Urlaubsabgeltung im laufenden Beschäftigungsverhältnis zum Abbau von Urlaubstagen ist lt. des für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrages nicht zulässig.

Der Abgeltungsanspruch besteht direkt gegen die Sozialkasse, wenn der Arbeitnehmer:
- länger als drei Monate in einem branchenfremden Arbeitsverhältnis gestanden hat, ohne arbeitslos zu sein,
- als Gelegenheitsarbeiter, Werkstudent, Praktikant o. in ähnlicher Weise beschäftigt war und das Arbeitsverhältnis vor mehr als drei Monaten beendet wurde.

So handhaben Sie das Thema in Quick-Lohn

Fall 1: Der Mitarbeiter hat Anspruch auf sofortige Auszahlung des Urlaubsgeldes als Abgeltung im letzten Monat seiner gewerblichen Beschäftigung

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Fall 2: Die Urlaubsabgeltung erfolgt nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters über die Urlaubskasse

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Für beide Fälle gilt:

Das Programm erzeugt eine Meldung zur Sozialversicherung mit Grund 54: Meldung eines einmalig gezahlten Entgelts, wenn Rentenversicherungsbeiträge anfallen. Wenn nicht, wird im Januar des Folgejahres das Entgelt (nur für die Berufsgenossenschaft) zu Prüfungszwecken mit einer Meldung mit Grund 92 an die Rentenversicherung gemeldet.

Auch Urlaubsabgeltung ist umlagepflichtig, d.h. zur Zeit 14,30% in 2020 von diesem Betrag werden an die Malerkasse abgeführt. Allerdings entstehen für den Mitarbeiter aus dieser Urlaubsabgeltung keine neuen Urlaubsgeldansprüche.

Die Urlaubsabgeltung ist immer dem letzten Abrechnungszeitraum der Beschäftigung zuzuordnen. In Abhängigkeit vom Beschäftigungsende ermittelt Quick-Lohn die Sozialversicherungsbeiträge nach den verschiedenen Varianten:

 

Beschäftigungsende im Jahr 2019 und Urlaubsabgeltung bis März 2020:

Das Programm wendet die > Märzklauselregelung an. Abhängig vom Verdienst des Vorjahres ist gegebenenfalls der gesamte Betrag beitragspflichtig.

 

Beschäftigungsende im Jahr 2019 und Urlaubsabgeltung ab April 2020:

Die Urlaubsabgeltung ist komplett beitragsfrei.

 

Beschäftigungsende Januar oder Februar 2020 und Urlaubsabgeltung bis März 2020:

Die Urlaubsabgeltung ist beitragspflichtig, allerdings nur in Höhe der anteiligen Jahresbemessungsgrenze. Wird diese durch die Urlaubsabgeltung überschritten, wird die > Märzklauselregelung angewendet.

 

Beschäftigungsende im Jahr 2020 und Urlaubsabgeltung ab April 2020:

Die Urlaubsabgeltung ist beitragspflichtig, allerdings nur in Höhe der anteiligen Jahresbemessungsgrenze der abgerechneten Monate des aktuellen Jahres. Die > Märzklauselregelung gilt hier nicht.