Sonntags-, Feiertags-, Nachtzuschläge

Einige Hinweise vorweg

Mit Ausnahme der Zuschläge für Nachtarbeit besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Zuschläge und Zulagen. Ein entsprechender Anspruch des Arbeitnehmers kann sich nur aus einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung, einer betrieblichen Übung oder einem Arbeitsvertrag ergeben.

Bereits seit 2006 gilt eine Neuregelung die besagt, dass die Beitragsfreiheit dieser Zuschläge von der Steuerfreiheit entkoppelt ist, soweit der Stunden-Grundlohn 25,00 € übersteigt.

Werden höhere Zuschläge gezahlt, ist der übersteigende Teil steuer- und beitragspflichtig.

Beitragspflicht entsteht, wenn die Basis für die Zuschläge (sogenannter steuerlicher Stunden-Grundlohn) größer als 25,00 € ist.

Steuerpflicht entsteht für Zuschläge erst bei einem Grundlohn ab 50,00 € je Stunde.

Steuerfreiheit

Wenn Sie nur Grundlöhne mit einer Basis unter 25,00 € bearbeiten, benutzen Sie weiterhin eine steuer- und beitragsfreie Lohnart wie z.B. So-Fei-Nazul steuerfrei.

Zuschläge, die für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit neben dem Grundlohn gezahlt werden, sind in folgender Höhe steuerfrei:

Zuschlagsart (Kurzform)    

bis zu % vom Grundlohn

Nacht 1 (20:00 - 6:00 Uhr)    

25%

Nacht 2 (00:00 - 4:00 Uhr, wenn vor 0:00 begonnen)

40%

Sonntag

50%

Feiertag 1 (gesetzl. Feiertage, 31.12. ab 14:00 Uhr

125%

Feiertag 2 (Weihnachten, 1.5., 24.12. ab 14:00 Uhr)

150%

Sonntag + Nacht 1

75%

Sonntag + Nacht 2  

90%

Feiertag1 + Nacht1    

150%

Feiertag1 + Nacht2

165%

Feiertag2 + Nacht1

175%

Feiertag2 + Nacht2  

190%

 

Wenn Sie nur Grundlöhne mit einer Basis unter 25,00 € bearbeiten, benutzen Sie weiterhin eine steuer- und beitragsfreie Lohnart wie z.B. So-Fei-Nazul steuerfrei.

Wie Sie die steuerfreien Zuschläge in Quick-Lohn erfassen

Wenn Sie nur Grundlöhne mit einer Basis unter 25,00 € bearbeiten, nutzen Sie die bereits im Programm zur Verfügung stehende Lohnart "So-Fei-Nazul st. frei". Werden mehrere steuerfreie Zuschläge gezahlt und diese sollen nicht in einer Lohnart zusammenfassen werden, dann legen Sie dafür weitere steuerfreie Zuschlagslohnarten an > Neue Lohnart anlegen.

achtungBei einem steuerfreien Zuschlag darf der Lohnartenname nicht das Kürzel SFN beinhalten - denn dies ist das Kennzeichen für die steuerpflichtigen Sonn-, Feirtags- und Nachtzuschläge.

In der Lohnerfassung fügen Sie mit dem Button F5 - weitere Lohnarten die Zuschläge hinzu > Lohnartenerfassung.

Steuerpflichtig

Werden höhere Zuschläge gezahlt, ist der übersteigende Teil steuer- und beitragspflichtig.

Beitragspflicht entsteht, wenn die Basis für die Zuschläge (sogenannter steuerlicher Stunden-Grundlohn) größer als 25,00 € ist.

Steuerpflicht entsteht für Zuschläge erst bei einem Grundlohn ab 50,00 € je Stunde.Wenn ihr Betrieb höhere Lohne oder Zuschläge bezahlt, ist es notwendig die Einstellungen in den Lohnarten zu kennen und zu überprüfen.

Wie sich der Grundlohn in Quick-Lohn zusammen setzt

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Wo Sie den Grundlohn eines Mitarbeiters in Quick-Lohn einsehen können

Auf Basis der Schlüsselung kann im letzten Bild der Erfassung (Austrittstag ...) mit der Taste <Groß F6> der Grundlohn ermittelt werden.

Eine falsche Schlüsselung kann zu völlig falschen Ergebnissen führen. Wenn bei Arbeitern nicht alle gearbeiteten Stunden mit der gleichen Lohnart (Grundlohn) abgerechnet werden, lässt sich automatisch kein korrekter Wert ermitteln.

Prüfen Sie den errechneten Wert kritisch. Er sollte bei Arbeitern nicht wesentlich vom eigentlichen Grundlohn abweichen. Wenn Ihnen der Wert plausibel erscheint, tragen Sie ihn in  Stammdatenverwaltung → Mitarbeiterdaten → 2 im Feld SFN-Grundlohn je Std. ein.

So rechnen Sie in Quick-Lohn die Zuschläge ab, wenn auch steuer- oder beitragspflichtige Anteile enthalten sind

Für die eigentliche Abrechnung werden die beiden Lohnarten SFN-Freianteil Steu und SFN-Freianteil SozV benötigt.

Aktivieren Sie die beiden Lohnarten. Hinweise zur Aktivierung einer Lohnart finden Sie unter > neue Lohnart aktivieren / anlegen.
Die Beträge dieser Lohnarten werden vom Programm ermittelt.

Lohnarten für die Zuschläge können beliebig viele angelegt werden, der Lohnartenname muss aber zwingend folgendermaßen aufgebaut sein:

SFN

Prozentsatz, der gezahlt wird (mit Prozentzeichen)

freier Text

[gesetzlicher Prozentsatz, falls abweichend vom gezahlten Prozentsatz (ohne Prozentzeichen)]

z.B.:        SFN 25% Nacht (25% werden gezahlt wie gesetzlich zulässig)

 SFN 35% Nacht 25 (35% werden gezahlt, obwohl nur 25% beitragsfrei zulässig sind)

 SFN 50% Sonntag (50% werden gezahlt wie gesetzlich zulässig)

Der Lohnartenschlüssel für steuerpflichtige Zuschläge Lohnarten lautet:         01 11 11 00 00 0, Erfassungseinheit Std.

Der Lohnartenschlüssel für steuerfreie Zuschläge lautet: 01 00 10 00 00 09, Erfassungseinheit Std.

achtung        Im Bauhauptgewerbe ist die Umlagepflicht an die Steuerpflicht gekoppelt. Wird also ein steuerfreier Zuschlag gezahlt, gehört dieser nicht zum Versorgungsbrutto. Die 6. Stelle ist daher eine 0.

Bitte beachten Sie, dass die Beträge für die Lohnarten SFN-Freianteil Steu und SFN-Freianteil SozV erst ermittelt werden können, wenn das Bild "Erfassung der Lohnarten" verlassen wird. Auf dem Verdienstbeleg werden die Werte dann dargestellt.

Das Prinzip ist folgendes: Alle Lohnarten mi SFN ...% beginnend sind steuer- und beitragspflichtig in vollem Umfang. Das Programm ermittelt automatisch, wie hoch der steuer- und beitragsfreie Anteil ist. Dieser wird in den Lohnarten SFN-Freianteil Steu bzw. SozV ausgewiesen und damit das Steuerbrutto und SV-Brutto entsprechend gemindert.

 

Beispiel, wenn der Grundlohn 25,00 € übersteigt

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Beispiel, wenn höhere als die zulässigen Prozentsätze gezahlt werden

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